Posted by on 8. März 2018

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Die Anliegen im Wandel der Zeit

Die Initiantinnen des Frauentages kämpften ursprünglich für das Frauenstimmrecht, heute sind die Anliegen der Frauen bunter, dies geht von der Forderung nach Lohngleichheit über die Forderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hin zu der Bekämpfung von Sexismus und Diskriminierung.

In diesem Jahr steht der Frauentag unter dem Motto #PressForProgress. Damit reiht sich der Weltfrauentag in den globalen Aktivismus ein, der mit Bewegungen wie #MeToo oder #TimesUp für die Rechte der Frauen und Gleichberechtigung kämpft. Das Motto soll ausserdem dazu auffordern nicht auszuruhen und weiterhin #PressForProgress zu verlangen – nur durch ständigen Druck ändert sich eine Gesellschaft.

Dies lässt sich zum Beispiel schön an der Entwicklung des Bruttolohnes erkennen, so ist die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau zwischen 1998 und 2010 leicht gesunken.

Entwicklung des Bruttolohnes (Quelle & Grafik: Bundesamt für Statistik)

Interessant ist auch zu sehen, in welchen Branchen die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern am grössten sind. Grob über den Daumen lässt sich sagen: In der Industrie / der Produktion sind die Lohnunterschiede gravierender als im Dienstleistungsbereich.

Lohnungleichheit nach Branche (Quelle & Grafik: Bundesamt für Statistik)

Der ständige Druck, der die Denkhaltung in der Gesellschaft ändert, zeigt sich auch am Bildungsniveau von Paaren. In Haushalten, die im Zeitraum von 1949 bis 1973 gegründet wurden, hatte in nur 5.7 Prozent die Frau das höhere Bildungsniveau als der Mann. Bei den Haushalten, die zwischen 1994 und 2013 gegründet wurden, stieg dieser Anteil rund um das Dreifache an, 14.3 Prozent der Frauen haben heute ein höheres Bildungsniveau als der Partner. 60.4 Prozent haben ein gleiches Bildungsniveau.

Bildungsniveau von Paaren (Quelle & Grafik: Bundesamt für Statistik)

Und heute?

Die Meinungen sind geteilt, ob es heute, im Zeitalter der Digitalisierung, noch notwendig ist, einen Internationalen Frauentag durchzuführen. Wie eure Meinung dazu auch aussehen mag, nehmt euch doch einige Minuten Zeit und hinterfragt euch selbst: Behandle ich alle gleich? Unabhängig von Geschlecht, Nationalität und Glaube, oder habe ich Vorurteile gegen gewisse Personengruppen?

Denn Fortschritt beginnt im Kopf: Wenn jeder von sich selbst #PressForProgress fordert, bin ich mir sicher, können wir die Welt zu einem besseren Ort machen.

 

Vom Beginn des Internationalen Frauentages bis zum heutigen Datum

Jedes Jahr findet am 8. März der Internationale Frauentag statt. Entstanden ist dieser Tag als Initiative um Gleichberechtigung für die Frau in der Zeit um den Ersten Weltkrieg. Der Ursprung dieses Tages wird der deutschen Sozialistin Clara Zetkin zugeschrieben, die 1990 in Kopenhagen die Einführung eines Internationalen Frauentages vorschlug. Inspiriert wurde Clara Zetkin durch den nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht, welcher in den USA durch das Nationale Frauenkomitee eingeführt wurde.

Bei seiner ersten Durchführung, da sind sich die unterschiedlichen Quellen nicht einig, ob im Jahr 1910 oder 1911, fand der Tag am 19. März statt. Dies aus symbolischem Charakter, da der Tag zuvor der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848 war. In den folgenden Jahren wird das Datum immer mal wieder verschoben oder je nach Land nicht gefeiert, dies aus den unterschiedlichsten Gründen. 1975 richten erstmals die Vereinten Nationen den Weltfrauentag aus, 1977 erhält der Internationale Frauentag offiziell sein heutiges Datum, den 8. März.

Posted in: Diversa, Diversität

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